Breitet sich Geruch gegen den Wind aus?

Video von: NASA Goddard Space Flight Center Tracking a Superstorm – CC BY 2.0

 

Beim Auslegen von Trails achten wir immer sehr genau darauf, dass der Hund die Aufgabenstellung nicht mit dem Hochwind lösen kann. Daher legen wir immer mit dem Wind aus und achten darauf, dass die Person für den Hund nicht im Gegenwind liegt.

Das gestaltet sich im freien Gelände leicht. Sobald die Umgebung jedoch Waldkanten, Hügel oder Gebäude beinhaltet, kann einem die Aerodynamik schnell einen Strich durch die Rechnung machen. Es entstehen an hohen Gebäuden und Waldkanten schnell Turbulenzen und Wirbelwalzen, die je nach Stärke des Windes durchaus den Geruch in die vermeintliche Gegenwindrichtung transportieren kann.

Sehr schön erkennt man das an Simulationsrechnungen mit Hochleistungsrechnern. Das Laboratorium für Gebäude- und Umweltaerodynamik hat auf seiner Seite ein paar schöne Grafiken und Animationen, die diesen Effekt sehr gut visualisieren. Man erkennt sehr schön, wie weit dieser Effekt reichen kann, wenn die Hindernisse hoch genug sind und der Wind sehr stark ist.

Bild: Laboratorium für Gebäude- und Umweltaerodynamik / http://www.windforschung.de/

 

Bild: Laboratorium für Gebäude- und Umweltaerodynamik / http://www.windforschung.de/

Darüber hinaus breitet sich Geruch wie jedes Gas in der Luft mit einer gewissen Geschwindigkeit aus. Das funktioniert natürlich in gewissem Umfang auch gegen den Wind. Vorausgesetzt die Windgeschwindigkeit ist niedriger als die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Gases in der Luft.
Mit einer entsprechenden App kann man ähnliche Simulationen der Strömungen auch selbst durchführen.