Die Haltbarkeit von menschlichem Geruch

Zwar ist es eine wissenschaftliche Tatsache, dass menschlicher Geruch über Wochen und Monate als Trail überdauern kann, aber damit ist nicht automatisch die Frage geklärt ob dies auch für menschliche Geruchsproben gilt, die auf unterschiedlichen Medien und in unterschiedlichen Umgebungen aufbewahrt wurden.

Baumwolle als optimales Medium

Eine Studie aus 2005 zeigt, dass Geruchsproben die mit einer sterilen Baumwollgaze gesammelt wurden und in einem Schraubglas aufbewahrt wurden, in einer gaschromatographischen Untersuchung selbst nach drei Monaten noch eindeutig zugeordnet werden konnten.

Im Schraubglas aufbewahren und direktes Sonnenlicht vermeiden

Weiter Untersuchungen haben bestätigt, dass Baumwolle sich vor allen anderen bekannten Materialien als der beste Träger für menschlichen Geruch eignet (außer bei tiefgefrorenen Proben). Zudem haben sich Glasbehälter als die besten Aufbewahrungsbehälter gezeigt. Sie werden in Europa von den meisten Suchhundeeinheiten als Behälter für Geruchsproben benutzt. Die Analysen haben des Weiteren ergeben, dass Geruchsproben möglichst nicht einer starken UV-Strahlung ausgesetzt werden sollten. (Hudson 2009)

Beste Resultate erzielt man mit frischen Geruchsproben aber auch ältere Proben sind eine verlässliche Alternative

Über längere Zeit gelagerte Geruchsproben zerfallen am stärksten in den ersten 2 Wochen nach der Abnahme (bis zu einer 50%igen Trefferwahrscheinlichkeit der Sprühunde bei einer Auswahl von mehr als 2 Proben). Danach scheint der Zerfall zu stoppen und nicht weiter voran zu schreiten. (Schoon 2005) Davon unabhängig zeigen weitere Studien, die 2004 vom FBI durchgeführt wurden, dass Geruchsproben, die erst nach zwei Wochen von einem Objekt abgenommen wurden,von Mantrailern mit einer Erfolgsrate von 70-80%  der jeweiligen Person zugeordnet werden konnten. (Stockham 2004)

(Quellen entnommen aus: Untersuchung des Einflusses der Alterung menschlicher Geruchsspuren auf die Ausarbeitung der Fährten durch Personensuchhunde, Angelika Wolf)

(Foto: Day 122 - West Midlands Police - Forensic Scene Investigator FSI Flickr/West Midlands PoliceCC BY-SA 2.0)