Effiziente Kotspürhunde

Die renommierte Zeitschrift „NATURE“ veröffentlichte in der letzten Woche einen wissenschaftliche Artikel über den erfolgreichen Einsatz von Kotspürhunden. Ja, hier geht es um … Häufchen … und nein, dabei ist nicht der Zankapfel des Nachbarschaftsstreits gemeint.

Das Aufspüren von Exkrementen ist nicht nur eine nette humoristische Einlage im Film Jurassic Park: die Verteilung von Exkrementen gibt Forschern Aufschluss darüber, wo sich seltene Tiere aufhalten und man erhält viele Informationen über ihre Gewohnheiten. Oftmals können seltene Tierarten erst über ihre Exkremente aufgespürt werden.

 

Daher liegt es nahe, spezielle Spürhunde einzusetzen, die auf die Exkremente einer bestimmten Tierart trainiert wurden. Und genau diesem Ansatz ist man in der vorliegenden Studie gefolt: “ Cost-effective scat-detection dogs: unleashing a powerful new tool for international mammalian conservation biology“ NATURE – Scientific Reports 6, Article number: 34758 (2016) – :10.1038/srep34758

Der Ansatz ist nicht neu. Neu ist aber, dass beim nunmehr angewendeten Ansatz der Hunde keine Kosten in vielen 10-100 tausend Dollar verursacht wurden. In dem Artikel wird ein Trainingsansatz vorgestellt, der es ermöglicht, Hunde zu einem Kostenpunkt von wenigen tausend Dollar vor Ort zu trainieren, die mit einer Zuverlässigkeitsrate von 92% arbeiten. Die so ausgebildeten Spürhunde übertreffen die Performance der menschlichen Suchteams bei weitem. Der vorgestellte Ansatz ist demnach ein ernstzunehmender Ansatz, um Spürhunde auf der ganzen Breite des Artenschutzes einzusetzen. Ermöglicht wurde dies vor allem durch eine Kooperation mit Polizeihundestaffeln in den Ländern vor Ort.

 

 

(Foto: Håkon Thingstad IMG_1191CC BY-SA 2.0)

(Foto: Håkon Thingstad IMG_1191CC BY-SA 2.0)